Ihr direkter Kontakt zu uns: +49(0)6897 – 500 9 500  •  support@optimit.de

Folgen Sie uns:

Suche
Close this search box.

Die Psychologie des Hackings: Wie Cyberkriminelle menschliche Verhaltensmuster manipulieren

Die Verbindung zwischen Psychologie mit der Informationstechnologie hat in den vergangenen Jahren an Relevanz gewonnen. Dieser Artikel begutachtet, wie Hacker psychologische Prinzipien nutzen, um ihre Angriffe zu optimieren und die Menschen zu ihrem Vorteil zu beeinflussen. Die Welt der Informationstechnologie hat sich schnell entwickelt und ist zu einem integralen Teil unseres täglichen Daseins geworden. Parallel dazu haben sich Hacker zu ausgeklügelten Strategen entwickelt, die nicht bloß Schwachstellen in IT-Systemen für ihre Zwecke nutzen, sondern auch das menschliche Handeln gezielt zu lenken probieren. Dieser Artikel beleuchtet, wie Cyberpsychologie unser Verständnis von Hackerangriffen erweitert und Unternehmen sowie Einzelpersonen dabei unterstützt, sich passender vor jenen Bedrohungen zu schützen.


Der Mensch als Schlüssel: Psychologische Tricks der Hacker
Hacker haben längst erkannt, dass der Mensch eine riesige Schwachstelle in Puncto IT-Sicherheit ist. Und diese Schwäche nutzen selbige ganz gewollt aus, indem sie das menschliche Handeln durch Manipulation zu lenken probieren.

Phishing-E-Mails sind ein gutes Beispiel für die zielgerichtete Ausnutzung menschlicher Schwachstellen: Hacker probieren dabei, ihre Opfer dazu zu verleiten, auf gefälschte Links zu klicken oder sensible Informationen preiszugeben. In der Cyberpsychologie werden solche Taktiken als „Köder und Falle“ bezeichnet. Dabei wird ein verlockendes Angebot (der Köder) gezeigt, um das Opfer in die Falle zu locken.

Dabei setzen Hacker in der Regel auf eines der folgenden menschlichen Gefühle: Vertrauen, Angst bzw. Neugier. Die Angriffe sind in diesem Fall meist so raffiniert, dass sie sogar erfahrene IT-Nutzer blenden können.


Im Folgenden haben wir die meist genutzten Strategien gelistet, die Hacker verwenden, um Menschen gezielt zu manipulieren:

  • Phishing: Gefälschte E-Mails, Websites oder auch Nachrichten, die vertrauenswürdig erscheinen, werden verwendet, um Nutzer zur Preisgabe sensibler Informationen wie Passwörter oder Kreditkartendaten zu verführen.
  • Angst und Druck: Hacker generieren Dringlichkeit oder Furcht, um Opfer hierzu zu bringen, rasch zu handeln, ohne ausreichend nachzudenken. Dies kann zum Beispiel in Gestalt von gefälschten Bedrohungen oder Erpressungsversuchen in Erscheinung treten.
  • Neugierde auslösen: Indem diese Mitteilungen oder Links mit rätselhaften bzw. aufregenden Inhalten ausstatten, wecken Hacker die Neugier der Nutzer. Dies führt dazu, dass jene auf etwaige gefährliche Inhalte klicken.
  • Soziale Bestätigung: Hacker nutzen oft Taktiken, bei denen sie vorgeben, Teil einer vertrauenswürdigen Gruppe oder Organisation zu sein, um Vertrauen zu gewinnen.
  • Reziprozität: Indem diese sich als unterstützend oder spendabel ausgeben, versuchen Hacker, das Gefühl der Verpflichtung bei ihren Opfern zu generieren. Das kann dazu führen, dass Benutzer im Gegenzug persönliche Informationen preisgeben.
  • Soziale Manipulation: Durch geschicktes Ausnutzen von sozialen Dynamiken sowie menschlichen Verhaltensweisen probieren Hacker, Vertrauen und Sympathie zu gewinnen. Das kann dazu führen, dass Opfer gutgläubig werden und ganz persönliche Informationen offenbaren.
  • Psychologisches Profiling: Hacker können Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen verwenden, um personalisierte und überzeugende Angriffe umzusetzen, welche auf die individuellen Interessen sowie Verhaltensweisen der Opfer abzielen.
  • Vertrauenswürdiges Erscheinungsbild: Durch die Imitation von populären Marken, Firmen oder Behörden können Hacker das Vertrauen der Opfer bekommen.
  • Ablenkung: Indem sie Nutzer mit irrelevanten Informationen oder etwa Aktivitäten irritieren, während sie im Stillen schädliche Aktionen verrichten, können Hacker unbemerkt bleiben und die Ziele erreichen.

Diese psychologischen Tricks sind im Prinzip der Handwerkskasten von Hackern – und verdeutlichen, dass für eine umfassende IT-Sicherheitsstrategie der Faktor Mensch von relevanter Signifikanz ist. Nur durch die passende Sensibilisierung und Schulung von Usern ist es möglich, sich vor jenen Angriffen zu schützen.


Wer lässt sich am einfachsten manipulieren?
Das IT-Sicherheitsunternehmen ESET und die Experten für Geschäftspsychologie von Myers-Briggs sind der interessanten Frage gefolgt, welche Charaktereigenschaften die Gefahr anheben, Opfer eines Cyberangriffs zu werden:

Warum kommt es vor, dass manche Arbeitnehmer auf einen zerstörerischen Link klicken, andere jedoch nicht?

Warum lädt ein Arbeitnehmer Daten runter, obwohl es gegen die Compliance-Richtlinien wie auch Schulungsempfehlungen verstößt, die anderen hingegen nicht?


Die Forschungspartner haben die Antworten von über 100 IT-Sicherheitsverantwortlichen im Kontext einer verhaltenspsychologischen Untersuchung ausgewertet und kamen zu dem Ergebnis, dass unterschiedliche Charaktere auch unterschiedlich auf Cyberbedrohungen eingehen. Demnach ist es wichtig, nicht nur die Mitarbeiter zu schulen in Puncto IT-Sicherheit. Besser gesagt kann und sollte das Verständnis über unterschiedliche Charaktere der Mitarbeitenden eine Schlüsselrolle in der IT-Sicherheitsstrategie von Firmen spielen. So könnten Firmen künftig effektivere Schulungskonzepte entwickeln, welche auf die verschiedenartigen Verhaltenstypen angeglichen und maximal effektiv sind.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie „Cyberpsychologie: Der Faktor Mensch in puncto IT-Sicherheit“ können im Detail an diesem Ort eingesehen werden: https://web-assets.esetstatic.com/dsg/download-widget-files/eset-whitepaper-cyberpsychologie.pdf
Insgesamt lässt sich bemerken, dass die Opfer von Hackerangriffen keinesfalls immerzu naive Nutzer sind! Auch routinierte IT-Profis können Opfer von gekonnt eingesetzten Täuschungsmanövern werden. Das liegt oft an der sogenannten „Opfermentalität“, welche durch mehrere psychologische Faktoren intensiviert wird. Zu jenen Faktoren gehören Überoptimismus, Unachtsamkeit und die Tendenz, Risiken herunterzuspielen.


Fazit: Die Verbindung von Psychologie und Informationstechnologie ist maßgeblich, um das Bewusstsein für Hackerangriffe zu stärken sowie die Sicherheit der digitalen Welt zu stützen. Die Cyberpsychologie gibt Einblicke in die Strategien von Hackern und in das Handeln der Opfer. Diese ermöglicht es Unternehmen und Individuen, besser auf Bedrohungen zu reagieren und sich gegen diese zu schützen. In unserer Welt, in welcher die Digitalisierung unaufhaltsam voranschreitet, ist die Einbeziehung der Cyberpsychologie in die IT-Sicherheit eine Voraussetzung. Wollen Sie in Ihrem Unternehmen Kurse und Sensibilisierungsmaßnahmen entwickeln, um Mitarbeiter passender auf die psychologischen Tricks von Hackern vorzubereiten? Wir betreuen Sie bei Bedarf gerne bei diesem wichtigen Schritt hin zu mehr IT-Sicherheit.

Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf!